Yoga in Zeiten der Schwere

Namasté meine Lieben,

 

wir alle kennen Phasen im Leben, in denen sich vieles schwer anfühlt. Tage, an denen der Körper mehr Spannung trägt, der Atem flacher wird oder innerlich wenig Raum da ist. Manchmal ist das klar benennbar, manchmal eher ein diffuses Erleben von Enge oder Rückzug.

In solchen Momenten zeigt sich, wie eng Körper, Atem und inneres Erleben miteinander verbunden sind. Aus yogischer Sicht können solche Zustände als Ausdruck von Samskaras verstanden werden – als Spuren und Eindrücke gelebter Erfahrungen, die sich im Körper und im Nervensystem abgelagert haben und unsere aktuelle Wahrnehmung von uns selbst und dem Leben mitformen.

Diese gelebte Wirklichkeit ist das, was in der Yogaphilosophie auch als Existenz beschrieben werden kann: das vielschichtige, sich ständig verändernde Erleben im Alltag – geprägt von Erfahrung, Reaktion, Erinnerung und inneren Mustern.

Gleichzeitig verweist die Yogatradition auf eine weitere Ebene, die darunter liegt: die Essenz. Sie wird als still, unverändert und klar beschrieben – nicht als etwas, das erreicht werden muss, sondern als eine Qualität von Präsenz, die dem Erleben zugrunde liegt, auch wenn sie im Alltag manchmal überlagert ist.

In dieser Praxis geht es nicht nur darum, diese Zustände zu verändern oder zu überwinden, sondern auch darum, ihnen mit Aufmerksamkeit zu begegnen und mehr Raum im eigenen Erleben entstehen zu lassen.

Das gilt auch für Erfahrungen von Trauer und innerer Schwere: Wenn ihnen mit Akzeptanz und Raum begegnet wird, kann sich oft – ganz behutsam – ein Moment von Entlastung oder leiser Unterstützung zeigen, ohne dass etwas unterdrückt werden muss.

Yoga kann dabei unterstützen, wieder in Kontakt mit dem zu kommen, was gerade da ist – ohne es bewerten zu müssen. Bewegung, Atem und Wahrnehmung dienen als Zugang, um die eigene Essenz bewusster wahrzunehmen und feiner zu spüren.

Dabei zeigt sich oft, dass auch in Zeiten von Schwere etwas bestehen bleibt, das nicht verloren geht. Eine stille, klare Qualität von Präsenz, die nicht gemacht werden muss, sondern sich eher wieder zeigen kann, wenn es etwas ruhiger wird.

So entsteht kein „Weg aus der Schwere“, sondern ein bewussterer Umgang mit dem, was gerade ist – mit mehr Raum, mehr Atem und manchmal auch mit Momenten, in denen sich die eigene Essenz ein Stück klarer zeigt.


Ich freue mich auf Euch. ✨

 

Dienstag: 18.30 -20.00 Uhr Online Yoga per Zoom

Mittwoch: 18.30 - 19.45 Uhr Slow Yoga im SomaYoga, Langstr. 7, Mannheim, Neckarstadt-West.

Donnerstag: 17.30 - 19.00 Uhr Slow Yoga im YogaHeld, Im Stiegelsteig 8a in Böhl.

Samstags 10.30 - 12.00 Uhr Kunst aus Betrachtung der Yogaphilosophie, Kunsthalle Mannheim

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